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PERSONAL-NEWS Nr.: 48.2021


AKTUELLE PERSONALVERÄNDERUNG IN DER BAU- UND IMMOBILIENBRANCHE


PERSONALENTWICKLUNG

DGFP // HR Data Summit 2021
Auf dem HR Data Summit 2021 – Deutschlands größter Konferenz für HRControlling, People Analytics und Strategische Personalplanung in KMU und Konzernen – will die DGFP gemeinsam mit den Teilnehmenden auf technologische, organisatorische, kulturelle und rechtliche Trends, Entwicklungen und Herausforderungen in der Arbeit mit HR-Daten schauen. Diskutieren Sie live über die Weiterentwicklung von Reportings und Analysen im HR-Controlling, datenbasierte Personaltransformationen sowie Dashboards, Cockpits u.v.m.: 4 Module à 4 Stunden, 30.11., 2.12., 7.12. und 8.12.2021. Nähere Informationen hier. (Quelle: www.personalintern.info)


PERSONALRECHT

Durchsetzung des Teilzeitanspruchs während der Elternzeit im Wege der einstweiligen Verfügung
Das LAG Köln berichtet in seiner Presseerklärung vom 18.06.2021, das der Anspruch einer Arbeitnehmerin auf Teilzeit während der Elternzeit kann durch den Erlass einer einstweiligen Verfügung gesichert werden. Die Besonderheiten des Teilzeitanspruchs, die sich insbesondere aus der Regelung zur Vollstreckung ergeben, stehen dem nicht entgegen. Das hat das Landesarbeitsgericht Köln am 04.06.2021 entschieden. Die Klägerin befand sich nach der Geburt ihres Kindes seit dem 20.06.2020 in Elternzeit, die am 24.04.2022 enden soll. Sie beantragte am 19.02.2021 ab dem 01.05.2021 ihre Teilzeitbeschäftigung in Elternzeit bis zum 24.04.2022 im Umfang von 30 Wochenstunden. Diesen Antrag lehnte die Beklagte mangels Beschäftigungsmöglichkeiten ab. Das Landesarbeitsgericht gab dem Antrag statt. Es bejahte den Verfügungsanspruch, weil die Klägerin die Voraussetzungen für einen Anspruch auf Verringerung der Arbeitszeit während der Elternzeit glaubhaft gemacht habe. Zwar könne der Arbeitgeber dem Begehren durch den Hinweis auf dringende betriebliche Gründe (§ 15 Abs. 7 Satz 1 Nr. 4 BEEG), die ebenfalls glaubhaft zu machen seien, entgegentreten. Allerdings genüge die bloße Behauptung, es bestehe keine Beschäftigungsmöglichkeit, zur schlüssigen Darlegung der Zustimmungsverweigerung regelmäßig nicht. Vielmehr seien die zugrunde liegenden Tatsachen zu bezeichnen. Die Darlegungen unterschieden sich insoweit nicht von dem nach § 1 Abs. 2 KSchG gebotenen Vortrag zur Begründung einer betriebsbedingten Kündigung. Die Ausgangssituationen seien vergleichbar. Nach der Entscheidung lag auch ein Verfügungsgrund vor. An den Verfügungsgrund seien weder wegen einer Vorwegnahme der Hauptsache „besonders strenge Anforderungen“ zu stellen noch genüge der Hinweis auf den bloßen Zeitablauf oder dass der Arbeitnehmer dringend auf den Verdienst angewiesen sei. Es bedürfe vielmehr wie stets bei der einstweiligen Verfügung einer umfassenden Interessenabwägung. Regelmäßig komme als Verfügungsgrund nur ein konkretes ideelles Interesse des Arbeitnehmers an seiner Beschäftigung in Betracht. Dieses habe die Klägerin vorliegend glaubhaft gemacht. Sie müsse bei einer weiteren Abwesenheit konkret befürchten, dass an ihrer Stelle andere Arbeitnehmer gefördert würden und sie auf ein Abstellgleis gerate. Seien die Voraussetzungen einer einstweiligen Verfügung gegeben, sei dem Arbeitgeber aufzugeben, den Arbeitnehmer mit der von ihm angestrebten Stundenzahl tatsächlich zu beschäftigen. Eine zeitliche Begrenzung des Beschäftigungstitels etwa „bis zur Entscheidung des Arbeitsgerichts in der Hauptsache“ sei in aller Regel nicht vorzunehmen. Gegen die Entscheidung ist ein Rechtsmittel nicht gegeben.

ArbG Köln, 24.04.2021 - 2 Ga 20/21. LAG Köln, 04.06.2021 - 5 Ta 71/21.

Rechtsanwalt Frank Priewe, Sedlatzek Rechtsanwälte, www.sedlatzek.com (Quelle: www.personalintern.info)


PERSONALITERATUR

New Work Bullshit – Was wirklich zählt in der Arbeitswelt

»New Work« ist das Buzzword der Stunde in Unternehmerkreisen: Weg von eingefahrenen Hierarchien, hin zu Mitarbeiterführung auf Selbstbestimmungsbasis! Doch: Ist es wirklich sinnvoll, gewachsene Strukturen von jetzt auf gleich zu Gunsten von digitaler Transformation, hippen Co-Working Spaces und Ähnlichem über den Haufen zu werfen? Carlos Frischmuth, selbst erfolgreicher Manager eines Personaldienstleisters, ist mehr als skeptisch. Gerade Hauruck-Aktionen angesichts sinkender Umsatzzahlen machen oft mehr Probleme, als sie lösen. Welche Maßnahmen sinnvoll sind und wovon Sie lieber die Finger lassen, erklärt er in seinem Sachbuch »New Work Bullshit«: Kritische Auseinandersetzung mit dem Prinzip »New Work«; Gelassenheit im Umgang mit modischen Trends in der Wirtschaft: Welche Ideen für Ihr konkretes Unternehmen tatsächlich Sinn machen; Die Basics nicht vergessen: gesunde Unternehmenskultur, faire Führung und klare Unternehmenskommunikation ziehen noch immer; Warum Führungskompetenz auf der Managementebene der Schlüssel zu selbständigeren Mitarbeitern ist; Digitale Transformation: Warum klassische Unternehmensprinzipien dabei hilfreich sind. Die Idee hinter New Work fußt vor allem darauf, die Mitarbeiter mehr einzubeziehen, ihnen mehr Entscheidungsgewalt zu überlassen, kurz: sie weniger zu führen. Doch: Will und kann das jeder? Carlos Frischmuth räumt auf mit der Vorstellung, dass Veränderung schnell und vor allem immer gern umgesetzt wird und zeigt sinnvolle Alternativen auf. Ein Trendthema, an Praxisbeispielen kritisch abgehandelt: Ein pointiertes Buch gegen den Mainstream, das sich mit Expertise, Erfahrung und einer Prise Humor dem New-Work-Prinzip widmet – ein Muss für HR-Verantwortliche, Personaler, Fach- und Führungskräfte!

Autor: Carlos Frischmuth, ISBN 978-3-96251-096-1 (Frankfurter Allgemeine Buch), Euro 22,- (D). (Quelle: www.personalintern.info)



PERSONALGEDANKEN

Anstatt immer
     nur das Beste
geben zu wollen,
     sollten wir lieber
einmal etwas
     Gutes tun.
(Thornton Wilder)


(Das bietet sich in der Vorweihnachtszeit an)
(Lutz Kehrberg)

 

Diese Seite wird jeden Freitag aktualisiert. (letzte Aktualisierung: 03.12.2021)
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